In der heutigen digitalen Welt ist E-Mail-Marketing eine der effektivsten und gleichzeitig kostengünstigsten Möglichkeiten, um mit der eigenen Zielgruppe in Kontakt zu treten. Das Problem, das Sie als Marketer jedoch vielleicht kennen: Nicht immer sind die Öffnungs- und Conversionraten wie gewünscht. Inaktive Abonnenten belasten das Marketingbudget und womöglich bleiben sogar vielversprechende Cross- und Upselling-Möglichkeiten ungenutzt. Wenn Sie diese Herausforderungen nicht bewältigen, laufen Sie Gefahr, hinter Ihren Marketingzielen zurückzubleiben und wichtige Chancen zur Kundenbindung und Umsatzsteigerung zu verpassen. Damit genau das nicht passiert, wollen wir in diesem Artikel über verschiedene Arten von Trigger-Mails sprechen und wie sich diese effektiv einsetzen lassen, um Abonnenten auf personalisierte Weise anzusprechen. Zudem verraten wir, wie Sie Trigger-Mailings in nur drei Schritten in Ihre E-Mail-Marketing-Strategie implementieren und geben Tipps, die Ihnen dabei helfen, die Kundenbindung langfristig zu steigern – und das, ohne dabei viel Zeit und Geld zu investieren.

Definition: Was sind Trigger-Mails?

Trigger-Mailings sind automatisierte E-Mails, die aufgrund bestimmter Ereignisse oder Verhaltensweisen des Empfängers ausgelöst werden. Sie werden deshalb häufig eingesetzt, um personalisierte Nachrichten an Abonnenten zu senden, was in der Regel zu höheren Öffnungs- und Klickraten führt. Dabei sind sie oft Teil einer größeren Online-Marketingstrategie und können in nahezu jede Marketing-Automation-Kampagne integriert werden. Die Automatisierung spart vor allem Zeit und Ressourcen, was es Marketern ermöglicht, sich wieder auf andere wichtige Aufgaben zu konzentrieren.

Die verschiedenen Arten von Trigger-Mailings

Trigger-E-Mails lassen sich im Allgemeinen in zeitbezogene und handlungsbezogene Mailings unterteilen:

Zeitbezogene Mailings werden ausgelöst, sobald ein festgelegter Zeitpunkt erreicht ist. Das kann z. B. ein Geburtstag, Event oder Termin sein. Sie lassen sich aber auch beispielsweise darauf abstimmen, dass ein gewisser Zeitraum X seit dem letzten Einkauf oder der letzten Newsletter-Öffnung vergangen ist.

Handlungsbezogene Mailings hingegen werden durch die Aktionen eines Users ausgelöst, wie zum Beispiel Warenkorbabbrüche, Kauf, Terminbuchungen oder Anmeldung für Ihren Newsletter. Hier ist es vor allem wichtig, schnell zu handeln und dem Nutzer gezielte Angebote zu unterbreiten, um ihn dazu zu bewegen, den Kauf abzuschließen oder sich für weitere Angebote zu interessieren.

In beiden Fällen aber sollten die Trigger-Mails personalisiert und relevant sein, um die Öffnungs- und Klickraten zu erhöhen und langfristig eine positive Beziehung zum Empfänger aufzubauen. Indem Marketer dabei gezielt auf die Bedürfnisse und Interessen ihrer Kunden eingehen und ihnen maßgeschneiderte Angebote unterbreiten, lässt sich so die Kundenbindung stärken und der Umsatz steigern.

Effektive Trigger-Mails: Beispiele aus der Praxis

Neben den oben genannten Arten lassen sich Trigger-Mailings noch einmal je nach Ziel unterscheiden. Einige der gängigsten sind dabei:Trigger-mails arten

Diese Art von Trigger-Mails wird versendet, sobald sich ein neuer Abonnent für Ihren Newsletter oder Ihre Website registriert. Sie dienen also dazu, neue Leser und Kunden zu begrüßen und eine Beziehung aufzubauen sowie erste Informationen zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten oder Dienstleistungen zu teilen.

  • Geburtstags-Mailing

Wenn Sie den Geburtstag Ihrer Abonnenten kennen, sollten Sie auch automatisierte Geburtstags-E-Mails nutzen, um ihnen zu gratulieren. So bringen sie ihnen Wertschätzung entgegen und können im gleichen Zug einen persönlichen Rabatt, ein spezielles Angebot oder eine andere Art von Incentive anbieten.

Mittels Reaktivierungs-E-Mails – auch Re-Engagement-Mailing genannt – können Sie inaktive Leser dazu bewegen, wieder aktiv zu werden. Hierbei bieten sich vor allem Anreize wie personalisierte Angebote oder Rabatte an, um den Empfänger zur erneuten Interaktion mit Ihrer Website oder zum Kauf eines Produkts zu motivieren.

  • Up-Sell Mailing

Upsell-E-Mails eignen sich vor allem, um Ihren Umsatz zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. Je nachdem, welches Produkt Ihr Kunde bereits gekauft bzw. welche Dienstleistung er gebucht hat, können Sie hier ein höherwertiges Produkt oder eine höherwertige Dienstleistung anbieten, die auf den ersten Kauf aufbaut und diesen sinnvoll ergänzt.

  • Warenkorbabbruch-Mailing

Wenn ein Kunde einen Artikel in den Warenkorb legt, aber den Kauf nicht abschließt, wird im Idealfall automatisch eine Abandoned-Cart-E-Mail versendet. Diese erinnert den Kunden an den Warenkorb und bietet einen Anreiz – ggf. auch mittels zeitlich limitiertem Rabatt – den Kauf abzuschließen.

  • Kundenbindungs-Mailing

Diese Art von Trigger-Mails ermöglicht es Ihnen, Ihre Kunden zu binden und so dazu zu bringen, regelmäßig bei Ihrem Unternehmen einzukaufen. Belohnen Sie also Ihre Kunden für Ihre Loyalität, etwa durch besondere Mitgliedschaften, Gutscheine, Rabatte oder sogar kostenlose Produkte oder Dienstleistungen.

Weitere beliebte Arten von Trigger-E-Mails sind zudem Nachfass-Mailings (auch Follow-Up-Mailing genannt), Erinnerungs-Mails, Transaktions-Mailings und Rezensions-E-Mails. Welche davon jedoch am Ende für Ihr Unternehmen relevant sind, hängt maßgeblich von Ihrer Zielgruppe sowie dem Ziel Ihrer Marketingkampagne ab und sollte dementsprechend gut überlegt sein.

In 3 Schritten zum erfolgreichen Trigger-Mailing

Auch heute noch scheuen viele Unternehmen davor zurück, Trigger-Mails einzusetzen. Dabei muss die Erstellung weder kompliziert noch aufwändig sein. Mit den richtigen Schritten und Werkzeugen können Sie nämlich bereits in kürzester Zeit eine maßgeschneiderte E-Mail-Kampagne auf den Weg bringen, die Ihre Kunden begeistert.

Und so geht’s:

1. Wählen Sie eine zu Ihren Bedürfnissen passende Marketing-Automation-Software.

Eine Marketing-Automation-Software wie MAILINGWORK ist unerlässlich, wenn es darum geht, Trigger-Mailings automatisiert auszulösen und zu versenden. Im ersten Schritt gilt es deshalb zu schauen, welche der zahlreichen Softwarelösungen auf dem Markt Ihnen die für Ihr Vorhaben wichtigen Funktionen bietet.Leitfaden toolsuche herunterladen

2. Sammeln Sie so viele Daten wie möglich.

Um Ihre Trigger-Mails auch wirklich ansprechend gestalten und personalisieren zu können, benötigen Sie neben der passenden Software ebenso die wichtigsten Informationen Ihrer Empfänger. Sammeln Sie im zweiten Schritt also alle relevanten Daten wie Name, E-Mail-Adresse und Interessen, um Ihre Zielgruppe besser zu verstehen und daraufhin die passenden Inhalte erstellen zu können.

3. Konfigurieren Sie Ihre Trigger.

Im dritten Schritt dreht sich alles um die Konfiguration der richtigen Trigger. Anhand der vorhandenen Daten gilt es also zu überlegen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der Versand an die gewählte Zielgruppe ausgelöst wird. Je nachdem, zu welchem Anlass Sie eine Trigger-Mail aufsetzen wollen, müssen Sie jetzt nur noch die dazu passende Automatisierungs-Variante in Ihrer Software auswählen und schon kann es losgehen!

7 Tipps für starke Trigger-Mails

Klar ist: Trigger-Mailings sind ein wichtiger Bestandteil im E-Mail-Marketing und bieten Unternehmen eine effektive Möglichkeit, Kunden gezielt anzusprechen. Doch nur wenn sie richtig umgesetzt werden, können sie ihre volle Wirkung entfalten und so zu einer Steigerung von Conversion Rates und Kundenbindung führen. Nachfolgend finden Sie deshalb 7 Tipps, wie Sie Ihre Trigger-Mails verbessern können, um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen:

1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe.

Bevor Sie mit dem Versand von Trigger-Mailings beginnen, sollten Sie eine möglichst genaue Vorstellung von Ihrer Zielgruppe haben. Wer sind Ihre Kunden und welche Bedürfnisse haben sie? Definieren Sie deshalb bereits zu Beginn eine klare Zielgruppe, um die Inhalte Ihrer Mailings optimal auf diese abstimmen zu können.

2. Finden Sie heraus, welche Auslöser wirklich relevant sind.

Neben den passenden Inhalten gilt es ebenso, die für Ihre Leser und potenziellen Kunden relevanten und sinnvollen Auslöser zu definieren. Denn nur so können Sie sich sicher sein, dass Ihre Empfänger Interesse an Ihrem Angebot entwickeln und sich damit beschäftigen.

3. Optimieren Sie Ihre Inhalte.

Auch aussagekräftige Betreffzeilen, eine klare Strukturierung sowie die Optimierung für verschiedene Endgeräte tragen maßgeblich zum Erfolg Ihrer Trigger-Mailings bei. Fragen Sie sich also, wie Sie die wichtigsten Informationen hervorheben und den Inhalt der E-Mails anderweitig auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe ausrichten können.

4. Personalisieren Sie Ihre Trigger-Mails.

Eine personalisierte Ansprache kann einen großen Einfluss auf die Öffnungs- und Klickraten haben. Nutzen Sie also die vorhandenen Daten Ihrer Kunden aus Schritt zwei und verwenden Sie Namen, Vorlieben oder frühere Interaktionen mit dem Empfänger, um das Mailing noch persönlicher und relevanter zu gestalten.

5. Führen Sie A/B-Tests durch.

Testen Sie verschiedene Varianten Ihrer Mailings, zum Beispiel durch unterschiedliche Inhalte, Betreffzeilen oder Call-to-Actions, um herauszufinden, was am besten funktioniert.

6. Tracken und analysieren Sie regelmäßig Ihre KPIs.

Indem Sie unter anderem die Öffnungs- und Klickraten überwachen, können Sie Ihre Trigger-E-Mails anhand der gewonnenen Informationen kontinuierlich optimieren. Achten Sie dabei am besten auch auf den Versandzeitpunkt sowie darauf, welche Inhalte Sie genau versendet haben, da es oft ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren ist, welches am Ende zum gewünschten Erfolg führt.

7. Halten Sie sich an die datenschutzrechtlichen Vorschriften.

Auch sollten Sie bei der Erstellung Ihrer Mailings darauf achten, die datenschutzrechtlichen Vorschriften einzuhalten. Versenden Sie also nur E-Mails an Personen, die dem Empfang ausdrücklich im Zuge des Double-Opt-In-Verfahrens zugestimmt haben.

Die Vorteile von Trigger-Mailings

Richtig eingesetzt, bieten automatisierte und triggerbasierte E-Mails eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Automatisierung: Trigger-Mails können automatisch ausgelöst werden, sobald ein bestimmter Trigger eintritt. Dies spart Zeit und minimiert menschliche Fehler.
  • Personalisierung: Durch den Einsatz der gesammelten Daten können Trigger-E-Mails ganz einfach personalisiert werden. Dadurch steigen die Öffnungs- sowie Klickraten und die Empfänger fühlen sich direkt angesprochen und wertgeschätzt.
  • Kundenbindung: Auch können Trigger-Mailings genutzt werden, um eine tiefere Beziehung zu bestehenden Kunden aufzubauen sowie verlorene Kunden zurückzugewinnen.
  • Steigerung der Conversion: Indem triggerbasierte E-Mails auf bestimmte Handlungen oder Verhaltensmuster reagieren, können Sie so Ihre Conversion optimieren. Dies wiederum kann zur Steigerung des Umsatzes führen.
  • Effizienzsteigerung: Durch Trigger-Mails können Sie Ihre Online-Marketingstrategie effizienter gestalten, indem Zeit und Ressourcen besser eingesetzt werden.
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit: Trigger-Mailings können ebenso dazu beitragen, dass Ihre Kunden ein besseres Kundenerlebnis haben, somit zufriedener sind und dadurch langfristig Ihrem Unternehmen treu bleiben.

Fazit: Trigger-Mails steigern den Erfolg Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie.

Das Besondere an Trigger-Mailings ist, dass sie nur einmal eingerichtet werden müssen und daraufhin kontinuierlich Abonnenten und Kunden mit relevanten Inhalten bespielen. Durch die Automatisierung können die E-Mails dabei gezielt an spezifische Zielgruppen ausgesendet werden und mit personalisierten Inhalten auf eine erhöhte Kundenbindung und letztlich auch auf eine Umsatzsteigerung einzahlen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass triggerbasierte Mails ein mächtiges Marketinginstrument sind, welches dazu beitragen kann, das Verhalten von Lesern und Kunden zu beeinflussen sowie deren Loyalität gegenüber Ihrem Unternehmen zu fördern.

Durch eine klare Zielgruppendefinition, relevante Auslöser, Personalisierung, optimierte Inhalte, A/B-Testing, regelmäßige Überwachung sowie die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften können Sie dementsprechend Ihre Erfolgschancen maximieren.

Wer also seine E-Mail-Marketing-Strategie effizienter gestalten möchte, sollte unbedingt den Einsatz von Trigger-Mailings in Erwägung ziehen.

Weitere Tipps und Anregungen, wie Sie Ihre E-Mail-Marketing-Strategie effektiv gestalten können, finden Sie auch in unserem umfangreichen Whitepaper: